Konkrete Ideen für digitale Daten- und Serviceökosysteme gesucht

Fraunhofer IAO und Partner starten Ideenwettbewerb, um Wettbewerbsvorteile durch Kooperationen kleiner und mittlerer Unternehmen in digitalen Wertschöpfungsnetzen zu generieren

Wie können KMU aus Baden-Württemberg die Marktchancen aktueller Frameworks für digitale Daten- und Serviceökosysteme wie z. B. GAIA-X nutzen und sich für die Zukunft erfolgreich positionieren? Im Ergänzungsprojekt der Cloud Mall BW erforscht das Fraunhofer IAO mit fünf Partnern die Herausforderungen und Lösungspotenziale im Rahmen eines Reallabors und sucht jetzt nach interessierten Unternehmen, die gerne diese Chance nutzen möchten. Gleichzeitig wird die Übernahme der Cloud Mall BW vorbereitet, die von bwcon GmbH und STROMDAO GmbH geleitet 2022 in den realen Betrieb gehen wird.

Vom Projekt »Cloud Mall BW« zum realen Ökosystem-Betrieb für innovative Projekte

Das Projekt »Cloud Mall BW« unterstützt bereits seit November 2018 Unternehmen in ihren Kooperationsbestrebungen. Das Konsortium um die vier Partner – das Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO, Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA sowie das Institut für Enterprise Systems (InES) und bwcon Research gGmbH – hat dabei bis heute 33 Praxispiloten mit 66 unterschiedlichen Unternehmen erfolgreich abgeschlossen und für Interessierte dokumentiert. Aus den Projektaktivitäten heraus ist ein agiles Ökosystem an Cloud-basierten Services und vernetzten Unternehmen entstanden, das ab dem 1. Januar 2022 in den realen Betrieb übergehen wird. bwcon GmbH und StromDAO GmbH werden gemeinsam als Betreiber des Ökosystems die Kooperations- und Netzwerkaktivitäten kleiner und mittlerer Unternehmen weiterverfolgen und diese in Pilotprojekten, d. h. von der Partnerfindung bis hin zur Entwicklung eines marktreifen Angebots, begleiten und unterstützen. Gerade für die Vielzahl an spezialisierten Anbietern mit IT-affinem Angebot in Baden-Württemberg wird der Projektinkubator einen spannenden Rahmen für Unternehmen bieten, innovative Angebote zu testen und zur Marktreife zu führen.  

Ergänzungsprojekt zu »Cloud Mall BW« greift Trendthema Daten- und Serviceökosysteme auf

Das Land Baden-Württemberg beteiligt sich intensiv an europäischen Digitalisierungsaktivitäten, um die Region nachhaltig zu fördern und das Ziel zu verwirklichen, eine digitale Leitregion Europas zu werden. Eine der aktuellen Schlüsselaktivitäten ist hier der Auf- und Ausbau von Daten- und Serviceökosystemen basierend auf GAIA-X, sowie möglicherweise anderen vergleichbaren Frameworks, die im Rahmen dieses Ergänzungsprojekts betrachtet werden. Viele dieser Initiativen unterstützen die effiziente Zusammenarbeit von Unternehmen in Netzwerken auf Basis gemeinsamer Datennutzung und kollaborativer Geschäftsmodelle. Im Ergänzungsprojekt zu »Cloud Mall BW« wird dies nun in einem Ansatz aus realer Umsetzung unter praxisnahen und wissenschaftlichen Rahmenbedingungen aufgegriffen. Speziell kleine und mittlere Unternehmen aus Baden-Württemberg sollen dabei unterstützt und an die Thematik herangeführt werden. Ein weiterer strategischer Partner wird dabei ergänzt, der das Bindeglied zu Frameworks wie GAIA-X und anderen vergleichbaren Frameworks wie zum Beispiel International Data Space (IDS) bildet. Das Fraunhofer ISST ist maßgeblich am Aufbau und der Entwicklung von GAIA-X beteiligt und kann so Erfahrungen zu Daten- und Serviceökosystemen aus erster Hand vermitteln.

Unternehmen wird einfacher und nachhaltiger Einstieg in Thematik ermöglicht

Interessierte Unternehmen können sich über die Projektwebsite zum neuen Ideenwettbewerb informieren und bis zum 16. August 2021 mit ihrer Idee bewerben. Die ausgewählten Ideen werden dann im Zeitraum von September bis November 2021 durchgeführt. Für mitwirkende KMU bietet sich im Ergänzungsprojekt die Chance, in einem wissenschaftlichen, aber auch praktisch-experimentellen Rahmen schnell eigene Einsichten und Erfahrungen zu den aktuellen Frameworks und zur gemeinsamen Datennutzung und kollaborativen Geschäftsmodellen zu sammeln. So werden sie bei der Konzeption ihrer gemeinsamen Aktivität vom Aufbau und Zusammenfinden des Konsortiums, der Herausarbeitung der einzelnen Rollen der beteiligten Partner, bis hin zu technischen Fragestellungen der Umsetzung unterstützt. Die gewonnenen Erkenntnisse kommen dabei nicht nur den beteiligten Unternehmen zugute, sondern werden aufbereitet und dokumentiert, um diese auch weiteren interessierten KMU als Blaupause für ihre Aktivitäten zur Verfügung zu stellen.

Projektfokus liegt auf Erforschung der Beteiligung in Frameworks sowie realer Umsetzung von Projektideen

Das Projekt sieht vor, die aktuellen Aktivitäten und Frameworks ausgewählter Ökosysteme, u. a. GAIA-X, das Referenzarchitekturmodell der International Data Space Association (IDSA) und die Verwaltungsschale im Kontext des Referenzarchitekturmodells Industrie 4.0 (RAMI 4.0) für Unternehmen transparenter zu machen. So untersuchen die Expert*innen zum Beispiel, wie die aktuellen, auch technischen, Voraussetzungen bei Cloud-Service-Anbietern aussehen, um an bestehenden Initiativen zur gemeinsamen Datennutzung und kollaborativen digitalen Geschäftsmodellen teilzunehmen. Zudem erforschen sie, wie diese Bestrebungen seitens der Wissenschaft und der Politik sinnvoll unterstützt werden können, um eine stärkere Vernetzung der IT-Anbieter und IT -Dienstleister untereinander und mit traditionellen Branchen wie Produktion, Handel und Handwerk noch intensiver voranzutreiben. Die Erkenntnisse werden anhand von einem bis drei Praxispiloten mit jeweils einem Konsortium bestehend aus mindestens einem KMU aus Baden-Württemberg und mindestens einem weiteren kooperierenden Unternehmen im Rahmen eines Praxispiloten evaluiert, um darauf aufbauend Handlungsempfehlungen für die Praxis abzuleiten. Interessierte Unternehmen können sich gerne mit dem Projektteam in Verbindung setzen.  

Aufzeichnungen nun online verfügbar: Event »Innovation durch Kooperation« am 10.06.2021

Am 10. Juni 2021 fand das Online-Event „Innovation durch Kooperation“ statt, indem das Projektteam der Cloud Mall BW auf die 33 erfolgreich durchgeführten Praxispilotprojekte zurückblickte, die es gemeinsam mit vorwiegend kleinen und mittelständischen Unternehmen aus Baden-Württemberg umgesetzt hat.

Im Folgenden können Sie die Videomitschnitte der Veranstaltung nochmals einzeln ansehen.

Eröffnet wurde die Veranstaltung mit einem Grußwort durch die baden-württembergische Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut. Sie betonte in ihrem Eröffnungsvortrag, dass im Projekt sichere digitale Ökosysteme aufgebaut werden können, in denen gerade Start-ups sowie kleine und mittlere Unternehmen die Möglichkeit haben, durch Kooperationen neue digitale Leistungsangebote und Geschäftsmodelle zu entwickeln und hob hervor, dass Cloud Computing ein echter »Game Changer« sei.

Prof. Dr. Anette Weisbecker, stellv. Institutsleiterin des Fraunhofer IAO, leitete mit ihrer Einführung zum Thema Daten- und Serviceökosysteme ins Cloud Mall BW-Projekt über. Sie erklärte: »zukünftig werden digitale Ökosysteme basierend auf gemeinsamen Standards und Vertrauen für die Weiterentwicklung von Unternehmen und ihren Leistungsangeboten an Bedeutung gewinnen. Insbesondere Anbieter werden diesen Aspekt noch intensiver in ihren strategischen Entscheidungen berücksichtigen müssen.«

Drei Cloud Mall BW-Praxispilotpartner stellten ihre Kooperationsmodelle vor:

Bildung eines Ökosystems für eine effektive und standardisierte Dateninteroperabilität im Kontext der industriellen Digitalisierung (Bernd Brachmaier, AUNOVIS GmbH; Bastian Deck, NOVAZOON GmbH; Olga Mordvinova, incontext.technology GmbH; Robert Tordy, Virtual Fort Knox AG)

Revolution E Energy Cloud: Die Digitale Plattform für Smart Energy Services (Manuel Armbruster, KOENAtec GmbH; Alexander Hummel, HUMMEL Systemhaus GmbH & Co. KG)

KI-Einzelhandelsassistent: Ein digitaler Assistent trifft auf ein Echtzeitprognosesystem im Einzelhandel (Florian Feige, OPAL, Operational Analytics GmbH; Julian Kissel, Aliru GmbH)

Das Projektteam ging dann auf die wichtigsten Lessons Learned der 33 Cloud-basierten Kooperationsprojekte ein:

  • Kooperationen und Kooperationskultur (Sandra Frings, Fraunhofer IAO)
  • Strategische Sicht auf digitale Ökosysteme mit Fokus Geschäftsmodelle (Rudolf Mietzner, bwcon research gGmbH)
  • Technische Sicht auf Cloud-basierte Integration und digitale Plattformen (Olga Meyer, Fraunhofer IPA)
  • Kooperationen zur Umsetzung von KI-Lösungen (Deborah Mateja, InES)

Mehr Information zum Thema Daten- und Service-Ökosysteme in der Produktion lieferte Daniel Stock, Group Leader IT Architectures for Digital Production Fraunhofer IPA.

Zum Abschluss gab Dr. Holger Kett, Leiter Team Digital Business Services Fraunhofer IAO, Einblicke in das Ergänzungsprojekt zu digitalen Daten- und Service-Ökosystemen sowie zur Nachhaltigkeit der Cloud Mall BW.

Cloud Mall Baden-Württemberg unterstützt digitale Innovationen im Mittelstand

»Cloud Mall BW«-Projekt unter Leitung des Fraunhofer IAO zeigt: Auf Basis von Cloud Computing können gemeinsam und schnell innovative digitale Leistungsangebote entstehen.

Ausgehend von innovativen Ideen kleiner und mittlerer baden-württembergischer Unternehmen (KMU) wurden im Projekt Cloud Mall BW 33 Pilotanwendungen für neuartige Cloud-Services erfolgreich umgesetzt. Die Ergebnisse des Projekts, das vom Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus Baden-Württemberg gefördert wird, wurden am 10. Juni 2021 im Event »Innovation durch Kooperation« vorgestellt. Eröffnet wurde die Veranstaltung durch die baden-württembergische Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut sowie Prof. Dr. Anette Weisbecker, stellvertretende Institutsleiterin des Fraunhofer IAO.

Die EU arbeitet unter Beteiligung 27 prominenter Technologie-Unternehmen mit Hochdruck an einem Fahrplan für die nächste Generation des Internets mit dem Schwerpunkt Cloud Computing. Ziel ist es, die europäische Cloud-Branche bis 2025 weltweit für ihre technologische Führerschaft und Wettbewerbsfähigkeit und Interoperabilität bekannt zu machen und Standards zu prägen. Auch das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus des Landes Baden-Württemberg möchte im Cloud Computing den Turbo einlegen und mit dem Projekt Cloud Mall BW die Entwicklung innovativer Cloud-Lösungen speziell im Mittelstand fördern. Bei der Cloud Mall BW handelt es sich um eine Gemeinschaftsinitiative der Fraunhofer-Institute für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO sowie für Produktionstechnik und Automatisierung IPA, des Instituts für Enterprise Systems (InES) der Universität Mannheim und der bwcon research gGmbH. Sie vernetzt Akteure der Cloud-Branche in einem Ökosystem und schafft dabei einen sicheren Rahmen, um kritische Phasen der Kooperationsanbahnung und -formierung zwischen Unternehmen gut zu meistern und deren Vorhaben mit technischer und strategischer Expertise zu unterstützen.

Projektstudie erforscht Erfolgsfaktoren, wie KMU durch Cloud Computing und Künstliche Intelligenz wettbewerbsfähiger werden

Am 10. Juni 2021 blickte das Projektteam in einem Online-Event auf die 33 durchgeführten Praxispilotprojekte zurück, die es gemeinsam mit vorwiegend kleinen und mittelständischen Unternehmen erfolgreich umgesetzt hat. Alle 72 beteiligten Unternehmen tüftelten intensiv unter wissenschaftlicher Begleitung in ihren Kooperationen an neuen Produkten, Services und Geschäftsmodellen. Durch die Vernetzung untereinander entstand so die Basis für ein wachsendes Ökosystem Cloud Mall BW und ein wissenschaftlicher Rahmen, um Erfolgsfaktoren von Kooperationen in der Praxis zu überprüfen.

Ein Bewertungsmodell für wesentliche Erfolgsfaktoren bei Kooperations- bzw. Integrationsprojekten wurde auf die 33 Praxispiloten angewandt und Schlüsse zur Rolle von Kooperationskultur und -modellen, Geschäftsmodellinnovationen sowie der Nutzung von Plattformen und Schlüsseltechnologien wie Künstlicher Intelligenz gezogen. Die Ergebnisse der Studie werden in Kürze in einer frei verfügbaren Publikation veröffentlicht werden.

Darüber hinaus stehen bereits heute umfangreiche Informationen zu den 33 einzelnen Praxispiloten zum Download zur Verfügung. Darin finden interessierte Unternehmen umfangreiche Anregungen und konkrete Handreichungen, wie sie selbst die Chancen der Cloud-Technologie für ihr Unternehmen nutzen können. Die Themen und Anwendungsfelder der Praxispiloten decken eine große Bandbreite ab – vom Cloud Computing in der Produktion über den Handel und die Energieversorgung bis hin zu smarten Produkten und Dienstleistungen. Sie können somit für eine Vielzahl von Branchen als Blaupause für digitale Innovationen durch Kooperation dienen.

Die Ministerin für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus des Landes Baden-Württemberg Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut betonte in ihrem Eröffnungsvortrag, dass im Rahmen des vom Wirtschaftsministerium geförderten Projekts »Cloud Mall Baden-Württemberg« sichere digitale Ökosysteme aufgebaut werden können, in denen gerade Start-ups sowie kleine und mittlere Unternehmen die Möglichkeit haben, durch Kooperationen neue digitale Leistungsangebote und Geschäftsmodelle zu entwickeln. Dabei hob die Ministerin hervor, dass Cloud Computing ein echter »Game Changer« sei. Um dessen Potenziale für mehr Wertschöpfung in Baden-Württemberg zu erschließen, sind solche neuen Daten- und Serviceökosysteme der Schlüssel.  

Ergänzungsprojekt wird weitergehende Fragen zu digitalen Daten- und Service-Ökosystemen beleuchten

Wie KMU aus Baden-Württemberg die Marktchancen aktueller Frameworks wie das Daten- und Serviceökosystem GAIA-X nutzen und sich für die Zukunft erfolgreich positionieren können, wird fortan in einem Ergänzungsprojekt erforscht werden. Mit dem Fraunhofer ISST konnte ein strategischer Partner zu den bisherigen Kooperationspartnern von Cloud Mall BW hinzugezogen werden, der in die GAIA-X Aktivitäten intensiv eingebunden ist. Im Projekt werden die aktuellen Aktivitäten und Frameworks ausgewählter Ökosysteme, u. a. GAIA-X, wissenschaftlich analysiert und die Erkenntnisse anhand weiterer Praxispiloten evaluiert. Interessierte Unternehmen können sich gerne über die Kontaktdaten an das Konsortium wenden.

Prof. Dr. Anette Weisbecker, stellv. Institutsleiterin des Fraunhofer IAO, findet diesen Schritt wegweisend, denn »zukünftig werden digitale Ökosysteme basierend auf gemeinsamen Standards und Vertrauen für die Weiterentwicklung von Unternehmen und ihren Leistungsangeboten an Bedeutung gewinnen. Insbesondere Anbieter werden diesen Aspekt noch intensiver in ihren strategischen Entscheidungen berücksichtigen müssen«.

Cloud Mall BW-Ökosystem wird zukünftig gemeinsam von der bwcon GmbH und STROMDAO GmbH betrieben

Die erarbeiteten Ergebnisse aus Cloud Mall BW werden auch nach Abschluss der Projektförderung angeboten. Im Rahmen eines Interessensbekundungsverfahrens wurden dafür bereits in der Projektlaufzeit die zwei oben aufgeführten Unternehmen als Betreiber der Cloud Mall BW ausgewählt, die die Ziele von Cloud Mall BW verstetigen und ausbauen werden.

CMBW-Veranstaltung am 10. Juni mit Teilnahme der Ministerin Hoffmeister-Kraut

In der Veranstaltung „Cloud Mall BW-Innovation durch Kooperation“ haben Sie die Möglichkeit die Ministerin für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut kennenzulernen! Am 10. Juni 2021 um 13:00 gibt sie die Einführung in das spannende Thema rund um die Cloud-Anwendungen als Basis für eine erfolgreiche Kooperation innerhalb von Daten- und Service-Ökosystemen.
Finden Sie live heraus, wie es mit der Cloud Mall BW weitergeht.

Mehr Informationen sowie Anmeldelink hier: zum Event

Cloud-basierte kooperative Praxispiloten als Katalysator für KMU

Projektveranstaltung »Innovation durch Kooperation« von »Cloud Mall BW« zeigt aus erster Hand, wie auf Basis von Cloud Computing innovative Angebote entwickelt werden und gibt Einblicke ins Thema Daten- und Service-Ökosysteme.  

Gerade für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) in Baden-Württemberg sind kooperative Praxisprojekte eine große Chance, um schnell von einer innovativen Idee zu reifen Konzepten oder Prototypen für neue Produkte, Services und Geschäftsmodelle zu gelangen. Bei der Online-Projektveranstaltung am 10. Juni 2021 erhalten Interessierte Eindrücke zu Erkenntnissen, Herausforderungen und Highlights der über 30 durchgeführten Praxispiloten, die praktischen Möglichkeiten von Daten- und Service-Ökosysteme in diesem Kontext sowie Einblicke in die Nachhaltigkeit des Projekts.

Im Gemeinschaftsprojekt der Fraunhofer-Institute für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO, für Produktionstechnik und Automatisierung IPA sowie des Instituts für Enterprise Systems (InES) und der bwcon Research gGmbH wurden seit dem 1. November 2018 ein Cloud-Ökosystem aus Cloud-Anbietern und -Anwendern geschaffen, um vor allem KMU bei den Herausforderungen der Plattformökonomie und veränderten Wachstums- und Wettbewerbsstrategien zu unterstützen. Unternehmen, unter anderem aus den Branchen Produktion, Industrie, Handel und Energie, kooperierten in diesem Zeitraum in über 30 Pilotprojekten. Die Projekte von damals sorgen heute für umfangreiche Verbesserungen bereits bestehender Angebote und mündeten teilweise sogar in Unternehmensneugründungen. Beim Prozess der Kooperationsanbahnung unterstützten die Cloud Mall BW-Partner maßgeblich mit ihrer Methodenkompetenz. Auch ein Online-Katalog für Cloud-basierte Services wurde realisiert, in dem Anbieter kostenfrei ihre Angebote listen und für ein breites Publikum sichtbar machen. Anwender lernen über den Katalog Services kennen und erhalten damit eine Vergleichsbasis.

Projektveranstaltung am 10. Juni 2021 präsentiert Erfolgsfaktoren von Kooperationen

Die wichtigsten Erkenntnisse aus der Projektarbeit sollen nun auch einem größeren öffentlichen Publikum vorgestellt werden. Vor allem Geschäftsführer*innen, Unternehmensentwickler*innen und Projektleiter*innen kleiner und mittlerer Unternehmen können von der Veranstaltung profitieren, da im Event der Wissenstransfer im Zentrum steht und zudem praktisch aufgezeigt wird, wie bestehende Angebote in Kooperationen weiterentwickelt und so zum Beispiel Herstellerunternehmen selbst zu Anbietern innovativer Services werden können.

Das Programm der Online-Veranstaltung am 10. Juni 2021 von 13.00 Uhr bis 15.45 Uhr gibt im ersten Teil eine kurze Einführung ins Thema Daten- und Service-Ökosysteme und den Rahmen des Förderprojekts. Danach berichten Unternehmen aus ihren eigenen Erfahrungen mit Kooperationen und Service-Integrationen. Sie zeigen auf, wie sie in ihrem Branchen- und Unternehmenskontext auf Basis von Cloud Computing in kurzer Zeit gemeinsam innovative Lösungen zu folgenden Fragestellungen entwickelt haben:

  • Wie kann durch die Bildung eines Ökosystems eine effektive und standardisierte Dateninteroperabilität im Kontext der industriellen Digitalisierung geschaffen werden?
  • Wie können Geräte aus dem Gebäudekontext wie Wärmepumpen, PV-Anlagen oder Ladesäulen einfach und schnell integriert und überwacht werden und im Baukastenprinzip intelligente Services entwickelt werden?  
  • Und wie kann ein digitaler Assistent Kund*innen eine Beratung über das Smartphone vor, während und nach einem Einkauf bieten und gleichzeitig die Planungssicherheit des Lebensmitteleinzelhandels durch Echtzeitprognosen zur Nachfrage erhöhen?

Im zweiten Teil stellt das Projektkonsortium seine neue Studie vor, in der alle Praxispiloten übergreifend analysiert wurden, um die wichtigsten Erfolgsfaktoren für kooperative Projekte zu identifizieren. Es wird unter anderem beleuchtet, welche Rolle Kooperationskultur und -modelle sowie die Nutzung von Plattformen und Schlüsseltechnologien wie Künstliche Intelligenz für den Erfolg spielten. Abschließend erhalten die Teilnehmenden noch Einblicke in die Bedeutung von Daten- und Service-Ökosystemen in der Produktion und in das »Cloud Mall BW«- Ergänzungsprojekt sowie in die Nachhaltigkeit der »Cloud Mall BW«.

Weitere Information sowie Programm und Anmeldung zur Projektveranstaltung »Innovation durch Kooperation am 10.06.2021«: https://events.bwcon.de/events/cloud-mall-bw-innovation-durch-kooperation/

Sechs neue Praxispilotprojekte erfolgreich abgeschlossen

In den letzten Monaten wurde intensiv in den Projektteams gearbeitet und viele der laufenden Projekte zu einem erfolgreichen Abschluss gebracht.

Lesen Sie jetzt die Abschlussdokumentationen für folgende Projekte:

Cloud-basiertes Scheduling für die Produktion: Feingranulare Produktionsplanung auf Basis der förderativen Research Plattform Virtual Fort Knox (VFK) Transferdokumentation lesen

Digitaler KI-Einzelhandelsassistent: Vernetzung des Lebensmitteleinzelhandels mit Kunden zur Unterstützung der Beratung und Prognoseplanung Transferdokumentation lesen

MIDI: Mehrdimensionale Integration von Digitalen Zwillingen der AUNOVIS GmbH mit der Virtual Fort Knox AG. Transferdokumentation lesen

FinanzGeek on PrimingCloud: KI-basierte finanzbezogene Handlungsempfehlungen durch die Verbindung einer mobilen App zur Sammlung von Finanzdaten mit einem rechenstarken Cloud-Service. Transferdokumentation lesen

RPA-as-a-Service in der Intralogistik: Cloud-basierte Prozessoptimierung in der Intralogistik durch den Einsatz der RPA-as-a-Service Plattform der  NOVAZOON GmbH und der Virtual Fort Knox AG. Transferdokumentation lesen

Cloud-basierte Optimierung der Produktionsplanung für Produktionslinien: Lösung der Q-nnect und Tsunuun Consulting für die mathematisch optimierte Produktionsplanung für Werksplaner/-controller Transferdokumentation lesen

Casa Corrently startet nach der ersten Testphase offiziell in die Markteinführung

Am 28.01.2021 ist es soweit: Unser Praxispilotpartner StromDAO wird am Donnerstag das Stromprodukt Casa Corrently einführen. Es ermöglicht Energiemanagement mit vollständiger Kostentransparenz und wurde im Rahmen der Cloud Mall BW zusammen mit dem IT-Partner opernikus entwickelt. Zur Einführung gibt es zwei kostenfreie Online-Seminare, die das Produkt Interessenten näher vorstellen und auch technische Fragen dazu beantworten: zu den Online-Seminaren

Es ist heute eine große Herausforderung, einen exakten Preis für eine Kilowattstunde Strom zu benennen. Dies liegt daran, dass Photovoltaik, Stromspeicher, Elektroauto, Wärmepumpe und Strom aus dem Netz eine Gemengelage aus Investitionskosten, Abschreibungen, Einsparungen aus Eigenerzeugung und Einspeise­vergütung ergeben. Dazu kommt der Stromzukauf aus dem Netz zu Standard- und Spezialtarifen für Wärme- und Autostrom.

Um diesen Herausforderungen entgegen zu treten, kooperierten STROMDAO und opernikus und machen es nun jedem Endkunden möglich, sich effizient ein eigenes Energiemanagement aufzubauen, sodass die meisten gängigen Problematiken bei der Integration der unterschiedlichen Anlagen und Geräte gelöst werden.

Mehr Informationen zum Projekt finden Sie in unserem Bereich Praxispiloten. Dort können Sie den Steckbrief des Projekts und die vollständige Transferdokumentation zum Abschluss des Projekts einsehen.

Beitrag auf InnoVisions: 1+1=3 / Cloud Mall BW vernetzt Unternehmen für gemeinsame Leistungsangebote

Der Experte Dr. Holger Kett vom Fraunhofer IAO, einer der Verantwortlichen für das Projekt teilt die Vorteile der Cloud Mall BW in drei Bereiche ein. »Über unseren Servicekatalog publizieren Unternehmen zunächst ihre Cloud-Services. Ein eigener Code of Conducts gewährleistet dabei die Qualitätsstandards. Der zweite Bereich ist ein Kollaborationsportal, in dem Unternehmen sich gegenseitig austauschen. Der dritte ist die Umsetzung und Dokumentation der Praxispiloten, die auch für den Wissenstransfer an weitere interessierte Unternehmen wesentlich ist. Hier ist der Prozess der Kooperationsentstehung und Durchführung mit zahlreichen Facetten ebenso beschrieben wie beispielsweise die Machbarkeitsanalyse – soweit die Unternehmen keine datenschutzrechtlichen Bedenken haben.«

Lesen Sie den gesamten Beitrag im Zukunftsmagazin des Fraunhofer-Verbunds IuK-Technologie InnoVisions: zum Beitrag

Erfolgsgeschichten aus der Cloud: Vorstellung in Online-Seminarreihe

In einer Online-Seminarreihe im Zeitraum vom 23.11. – 15.12.2020 wurden die im Rahmen von Praxispiloten umgesetzten Projekte von den Unternehmen selbst der Öffentlichkeit vorgestellt. Die teilnehmenden Gäste erhielten viele spannende Einblicke in die Motivation der teilnehmenden Partner, das strategische und technische Vorgehen in der Kooperation und konnten so wertvolle Impulse für ihre eigenen Projekte mitnehmen. Zudem erhielten Sie einen kurzen Einblick in das Projekt Cloud Mall BW.

Für alle, die keine Zeit oder Gelegenheit hatten, live bei den Vorträgen mit dabei zu sein, stellen wir gerne die Aufnahmen der Vorträge zum Nachschauen zur Verfügung:

Online-Seminar am 23.11.2020: In der Logistik und Fertigung spielt Robotic Process Automation (RPA) eine zunehmend wichtige Rolle. Mit der RPA-as-a-Service Plattform finden Interessierte den Einstieg.

Online-Seminar am 01.12.2020: Wie schafft man »Selbstbestimmtes Wohnen im Alter«? –Der Lösungsansatz RICHI versorgt als KI-basiertes, selbstlernendes Wohlfühlbarometer Angehörige von Alleinlebenden automatisiert mit dessen Wohlfühlstatus und wahrt dabei die Privatsphäre.

Online-Seminar am 08.12.2020: Hin zum Full-Native-ERP-System: Wie kann ich als Vertriebsmitarbeiter*in oder CTO ein ERP-Modul für Prognosen in meine Systemlandschaft integrieren? Ein Predictive Analytics Module for ERP schafft Abhilfe.

Online-Seminar am 15.12.2020: Strom-Prosumer hergehört: Mit dem erweiterten Casa Corrently können die Kosten des Stromverbrauchs in Echtzeit eingesehen werden, was ein kostentransparentes Energiemanagement möglich macht.

Wenn auch Sie Interesse an der Durchführung eines Praxispiloten haben, dann melden Sie sich gerne bei uns oder einem der Praxispilotpartner. Wir freuen uns auf Ihre Kontaktaufnahme!

»CLOUD MALL BW«: Betreiber für die zukünftige Cloud Mall BW gesucht

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Ab dem 1. Juli 2021 soll der Betrieb und die Weiterführung des Ökosystems Cloud Mall BW von interessierten Unternehmen oder Organisationen übernommen werden.

Das Förderprojekt Cloud Mall BW unter Federführung des Fraunhofer-Instituts für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO läuft – mit einer sechsmonatigen Verlängerung – bis zum 30. Juni 2021. Nach der Projektphase sollen die Aktivitäten an einen Betreiber übergeben werden. Im Projekt wurde ein übergreifendes Ökosystem aus Cloud-Anbietern und -Anwendern erschaffen, das vor allem kleine und mittelständische Unternehmen in den Herausforderungen der Plattformökonomie und veränderten Wachstums- und Wettbewerbsstrategien unterstützt. Unternehmen und Organisationen können ab jetzt ihr Interesse bekunden.   

Interessierte Unternehmen oder Organisationen sind ab jetzt für die Übernahme der Cloud Mall BW gefragt

Mit Ende der Projektphase am 30. Juni 2021 ist beabsichtigt, dass die Ergebnisse des Förderprojekts in einen geregelten, nicht geförderten Betrieb überführt werden sollen. Dafür werden für die Betriebsphase geeignete Unternehmen und Organisationen gesucht, die auf Basis der erarbeiteten Ergebnisse und Erkenntnisse aus dem Cloud Mall BW-Forschungsprojekt einen nachhaltigen und diskriminierungsfreien Cloud-Betrieb weiterführen möchten. Gegenstand der Übernahme sind die Cloud Mall BW-Website, -Kollaborationsplattform und der Cloud Mall BW-Servicekatalog sowie die Bewirtschaftung des aufgebauten Cloud Mall BW-Ökosystems. Zur Interessensbekundung werden alle Interessenten dazu aufgefordert ein kurzes Betriebs- und Geschäftskonzept zur Übernahme einzureichen. Die Unterlagen zur zeitlich befristeten Interessensbekundung inkl. Voraussetzungen, allgemeine Bedingungen und Vergabeprozess sind auf der Website der Cloud Mall BW https://cloud-mall-bw.de veröffentlicht und werden dort bis zum 29. Januar 2021 vorgehalten.

25 Cloud-basierte Lösungen bereits umgesetzt und weitere 6 Lösungen in Arbeit


Mithilfe von Ideenwettbewerben, die im dreimonatigen Turnus stattfanden, sind eine Vielzahl interessanter Ideenskizzen eingegangen. Innerhalb des Projekts »Cloud Mall BW« wurden bereits 25 Praxispiloten entwickelt und erfolgreich durchgeführt. Diese Praxispiloten ermöglichten die Entwicklung sowie den Ausbau einer beachtlichen Menge neuer Services, Produkte, Lösungen sowie Geschäftsmodelle und auch mancher Unternehmensneugründungen. Knapp 60 unterschiedliche kleine und mittelständische Unternehmen haben als Praxispilotpartner von der Kooperation an den unterschiedlichen Praxispiloten profitiert und ein weitreichendes Netzwerk an Partnern aufgebaut. Durch den Ausbau des Netzwerks konnte ein umfangreiches Cloud-Ökosystem aus Cloud-Serviceanbietern und -anwendern geschaffen werden, welches durch ein breites Spektrum an Endanwendern ergänzt wurde.

Cloud Mall BW-Servicekatalog ist zentraler Baustein der Vernetzung

Um im Projekt einen transparenten Überblick über eine Vielzahl an Software-as-a-Service-Angeboten für Baden-Württemberg zu ermöglichen, wurde ein Cloud Mall BW-Servicekatalog ins Leben gerufen. Im Katalog findet über Angebot und Nachfrage von Cloud-Services eine intensive Vernetzung und Kooperation der Hauptzielgruppen des Projekts statt: Cloud-Serviceanbieter können dort ihre Angebote positionierten und Interessenten finden; Darüber hinaus erhalten Cloud-Serviceanwender einen umfangreichen Überblick über für sie geeignete Software-as-a-Service-Angebote. Aktuell befinden sich 23 Services   im Cloud Mall BW-Servicekatalog. Interessierte Cloud-Serviceanbieter sollten noch bis Projektende am 30. Juni 2021 die Chance nutzen, ihre Services kostenfrei und unter der Einhaltung gewisser Mindestanforderungen innerhalb einer rechtsverbindlichen Selbstauskunft im Katalog listen zu lassen.       

Die Informationen zur Übernahme des Betriebs der Cloud Mall BW finden Sie auf der Startseite: https://cloud-mall-bw.de/

Zum Cloud-Servicekatalog und Informationen zur Registrierung eines Cloud-Services: https://cloud-mall-bw.de/servicekatalog/