Bericht zum Open Day: Digitale Werkzeuge für die Produktion



  • Am 17.07.2019 hat im Fraunhofer IPA Turm der diesjährige Open Day stattgefunden. Unter den vorgestellten Praxispiloten konnten wir auch unser Projekt, die "Insekten-Cloud" präsentieren.

    Unser Projekt hat zum Ziel den Prototypen einer digitalen Insektenfalle zu konzipieren und als MVP (Minimum Viable Product) umzusetzen. Hierzu wurden bereits verschiedene Workshops durchgeführt. Wichtig für uns war, dass alle drei Partner, MeetNow! GmbH, Frowein GmbH und das Fraunhofer IAO sowie Experten aus dem Bereich Schädlingsbekämpfung an den Workshops teilnahmen. So konnten Wünsche und auch Bedenken von allen Beteiligten aufgenommen und berücksichtigt werden.

    Auf dem Open Day des Fraunhofer IPA konnten wir von unserem aktuellen Stand im Projekt berichten und unsere Idee vor ausgewähltem Publikum präsentieren. Als bisherige Zwischenergebnisse haben wir die erste Konzeption der App für Schädlingsbekämpfer in Form von Wireframes erstellt und die Auswahl der Cloud-Plattform beendet. Als nächster Meilenstein erfolgt die Fertigstellung des ersten Prototypen der digitalen Insektenfalle. Hierzu wurde die bestehende Falle mit einer Kamera ausgestattet, die das erstellte Bild gemeinsam mit gesammelten Metadaten in die Cloud sendet. Wichtig hierbei war, dass die Auflösung der Kamera es ermöglicht, die Insekten in der Falle detailliert zu erkennen.
    Neben der Vorstellung unseres Projektes wurde außerdem der Austausch mit anderen Praxispiloten angeregt. Im Gespräch mit GREEN Factory wurden die technischen Anforderungen an die Sensoren und mögliche Systeme zur Auswertung der Bilder diskutiert. Auch neue Ideen zu potentiellen Geschäftsmodellen wurden besprochen. So könnte beispielsweise ein Bewegungssensor in Zukunft helfen, nur dann Bilder zu machen, wenn ein Insekt in der Falle ist. Außerdem kann das Tool zur Bilderkennung später als einzelnes Feature auf dem Marktplatz des Cloud-Anbieters angeboten und ggf. für andere Anwendungsfälle ebenfalls genutzt werden. Um die Projekte den Anforderungen der Anwender entsprechend anzupassen, wird hierzu ein Workshop geplant. gerade der Austausch mit späteren Endnutzern ist wichtig, um die Projekte in diesem Status in die richtige Richtung zu lenken und erste Unternehmen als Pilotkunden zu gewinnen.

    Im Anschluss an die Präsentationen der einzelnen Projekte, haben wir uns mit den anderen Teilnehmern des Open Days austauschen können. Beispielsweise wurde nach der Software- & Cloud-Lösung, die wir im Projekt nutzen, gefragt. In einem offenen Gespräch wurden die verschiedenen Anforderungen an das System erläutert und die Vorteile des von uns gewählten Systems gezeigt. Auch in anderen Bereichen, wie beispielsweise der Chemie-Industrie, werden Cloud-Lösungen für kleine Sensoren benötigt, die als Zulieferer von wichtigen Daten in andere Systeme fungieren. Da wir die gleiche Anforderung bei uns im Projekt sehen, haben wir anhand einer kurzen Live-Demo die Standard-Komponenten des Systems gezeigt. Das von uns genutzte Adamos-System bietet den Anwendern unter anderem die Möglichkeit mandantenbasiert einzelne Instanzen des Systems aufzusetzen und diese den jeweiligen Kunden zu geben. Außerdem können sogenannte Datenbroker eingerichtet werden, so dass definierte Datenpunkte mit anderen Nutzern des Systems geteilt werden können. Wichtig ist hierbei, dass die Datenhoheit beim jeweiligen Kunden liegt und nicht beim Anbieter des Systems.

    Abschließend kann man sagen, dass der Austausch und das Feedback auf dem Open Day uns in dem bestätigt hat, was wir planen. Schön war, dass unser Projekt von allen sehr positiv aufgenommen wurde und durch anschauliche Anwendungsbeispiele jeder den Nutzen des Systems erkennen konnte.


Log in to reply